3 Tipps für mehr Selbstsicherheit

von Katharina Maehrlein am 10. Mai 2011

Warum fällt es uns gelegentlich so schwer, uns souverän durchzusetzen und an der passenden Stelle klar und bestimmt Grenzen zu setzen? In vielen Fällen wollen wir einfach unangenehme Konflikte vermeiden und ordnen uns lieber unter, als das Risiko einzugehen, als unangenehm dominant oder gar herrisch und unfreundlich wahrgenommen zu werden.

Natürlich möchten wir trotzdem Gehör für unsere Ideen und Vorschläge finden, uns vor Überlastung schützen oder unfaire Angriffe abwehren.
Wir alle möchten angemessene Anerkennung bekommen und unsere eigenen Interessen verwirklichen- kurz: uns durchsetzen.
Aber was ist der beste Durchsetzungsstil?
Immer lieb und nett sein bringt Sie ebenso wenig auf die Gewinnerseite wie unfaire Kampfhandlungen. Im ersten Fall nimmt man Sie und Ihre Belange nicht wirklich ernst, im zweiten Fall müssen Sie mit Vergeltungsmaßnahmen der Unterlegenen rechnen- die Zusammenarbeit wird konfliktreich.
Durchsetzungsfähigkeit bedeutet, die eigenen Interessen und Ziele zu kennen und angemessen zu verwirklichen. Im Idealfall, ohne die Qualität der sozialen Beziehungen nachhaltig zu beeinträchtigen. Ein Balanceakt, die Sie zwischen Abgrenzung von anderen und Kooperation mit anderen vollbringen müssen.

Durchsetzungsfähigkeit heißt: klare und angemessene Grenzen setzen, um fair behandelt zu werden.
Durchsetzungsvermögen liegt zwischen zwei Extremen: rücksichtslose Aggressivität und defensive Passivität. Ein wirklich durchsetzungsfähiger Mensch lebt keines der beiden Extreme aus.
Aggressive „Alphaekel“ verhalten sich anderen gegenüber fordernd, arrogant, sehr distanziert und unfreundlich. Damit rufen sie starke Ablehnung hervor, wenn sie auch mit diesem Durchsetzungsstil häufig durchaus ihren Willen bekommen. Passive „Immerlieb“ wirken schwach, sind machtlos und stellen ihre eigenen Interessen zugunsten anderer zurück. Dieses Verhalten bringt ihnen einige Sympathie, allerdings nimmt sie niemand besonders ernst und „Alphaekel“ fühlen sich durch das unterwürfige Verhalten erst richtig bestätigt und drehen voll auf!
Menschen, die sich souverän Durchsetzen können, wählen den goldenen Mittelweg und zeigen einen balanciert-flexiblen Durchsetzungsstil, denn sie wissen, wie sie ihren Standpunkt deutlich machen, ohne andere daran zu hindern, das gleiche zu tun.

Sich mit den eigenen Ideen, Talenten, Fähigkeiten und Zielen durchzusetzen, steigert nicht nur Ihre Wettbewerbsfähigkeit- es bringt Ihnen auch mehr Selbstbewusstsein und Lebensqualität.

Schätzen Sie sich selbst ein: Wie selbstsicher sind Sie auf einer Skala von 1 bis 10?

1          2          3          4          5          6          7          8          9          10

passiv                                selbstsicher                                     aggressiv

Damit Sie bald schon noch selbstsicherer werden, finden Sie im folgenden 3 Tipps:

1. Halten Sie sich öfter vor Augen, was Sie können. Sie bauen damit die nötige Selbstsicherheit für souveränes und durchsetzungsstarkes Verhalten auf und bleiben auch in schwierigen Situationen stets guter Dinge. Das hilft Ihnen bei der Meisterung noch so großer Herausforderungen.

Extratipp: Führen Sie ein Erfolgstagebuch!

Besorgen Sie sich ein leeres Buch oder Heft und schreiben Sie möglichst regelmäßig jeweils mindestens 5 Punkte auf, die Ihnen am jeweiligen Tag gut gelungen sind, wofür Sie gelobt wurden, was Sie an Vorsätzen umgesetzt haben, worauf Sie stolz sind etc. Anfangs kann es sein, dass Ihnen nicht viel einfällt. Dies ist ein deutliches Zeichen, dass Ihr Selbstbewusstsein etwas „Dünger“ gut brauchen kann! Bleiben Sie dran und beachten Sie auch kleine Erfolge. Ich garantiere Ihnen, schon nach kurzer Zeit werden Ihnen viel mehr als 5 Dinge an einem Tag auffallen und ihr Selbstbewusstsein wächst und gedeiht.

2. Achten Sie auf Ihre Gedanken

Diese beeinflussen und verstärken Ihre Gefühle. Wenn Sie das nächste Mal bemerken, wie Sie sich in einem inneren Dialog selbst beschimpfen („Du bist so blöde“) dann sagen Sie sich laut „Stopp!“ und lenken Sie sich ab. Oft reicht dazu schon ein kurzer Ortswechsel oder einfach kurz vom Stuhl aufstehen.

3. Achten Sie auf Ihre Körperhaltung.

Aus der Embodimentforschung ist bekannt, dass eine simple Veränderung der Körperhaltung für eine veränderte mentale „Haltung“ sorgt. Bringen Sie  deshalb Ihren Körper bewusst in eine selbstsicher-aufrechte Haltung, selbst wenn Ihnen nicht danach ist. Ihr Gehirn wird die entsprechenden Botenstoffe aussenden, die für mehr Selbstsicherheit sorgen- Versprochen!

Ich freue mich auf Ihre Kommentare zu Ihren Erfahrungen!

Herzlichst

Katharina Maehrlein

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