Wir stehen tagtäglich in Kontakt zu einer Vielzahl von unterschiedlichsten Menschen. Zu vielen von ihnen haben wir einen guten Draht, bei anderen fällt es uns schwerer einen guten Kontakt aufzubauen. Mit Manchen Menschen stehen wir in einer längerfristigen Beziehung, zu anderen haben wir nur kurz Kontakt.
In jedem Fall gilt: Wer in der Lage ist, mit anderen Menschen gut auszukommen, schnell einen guten Draht aufzubauen und auf einer gemeinsamen Wellenlänge zu kommunizieren, der ist erfolgreicher bei der Erreichung seiner Ziele.
Um leicht in einen guten Kontakt zu kommen- gleichgültig, wie lange Sie sich kennen- können Sie sich ein Prinzip der Anthropologie zunutze machen: Gleichheit und Ähnlichkeit führen zu Sympathie.
Indem Sie bewusst Ähnlichkeiten betonen, bauen Sie schnell einen guten Draht zu Ihrem Gegenüber auf. Dazu können Sie sich Ihrem Gegenüber angleichen, beispielsweise mit Ihrer Körpersprache, Ihrer Mimik oder Ihrer Sprache. In der Sprache des NLP (Neuro Linguistisches Programmieren) nennen wir diesen Vorgang „Pacing“ und den daraus unweigerlich resultierenden guten Draht „Rapport“.
1. Den anderen genau beobachten
Beobachten Sie Ihren Gesprächspartner zuerst einmal nur genau. Welche Körperhaltung hat er? Welche Bewegungen zeigt er? Was sind die Besonderheiten in seiner Mimik und Gestik? Wie spricht er? Gewöhnen Sie es sich an, andere Menschen genau zu beobachten. Später können Sie sich dann demjenigen angleichen, zu dem Sie eine gute Beziehung aufbauen möchten.
2. Die Interaktion beobachten
a.) Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit einmal darauf, wie sich die Körpersprache ganz von selbst gegenseitig angleicht, wenn Menschen miteinander interagieren, die sich mögen. Beobachten Sie beispielsweise ein frisch verliebtes Paar im Restaurant und Ihnen wird schnell auffallen, dass deren Körpersprache fast an einen harmonischen Tanz erinnert: Lehnt sich der eine nach vorne, kommt auch der andere nach vorne, streicht sich einer übers Haar, tut es der andere kurz danach ebenfalls, schlägt einer die Beine übereinander, folgt der andere bald nach, stützt einer den Kopf in die Hände, tut es ihm der andere gleich.
b.) Wenn Ihnen dieses natürliche Verhalten in Ihrer Umgebung aufgefallen ist, können Sie als nächstes darauf achten, ob es auch in Ihren Gesprächen zu solch einer Art Tanz kommt. Fokussieren Sie dazu einfach immer wieder einmal auf Ihrer beider Körperhaltung. Wenn Sie feststellen, dass einige Übereinstimmungen vorhanden sind, dann ist dies ein deutliches Zeichen für gegenseitige Sympathie und Einvernehmen, beziehungsweise für einem gelungenen Rapport.
Extratipp: Sie können anhand des Ausmaßes an Übereinstimmung gut überprüfen, wie Ihr Gegenüber zu Ihren Aussagen oder Forderungen steht. Nimmt er kurz nach Ihrem Statement eine vollkommen andere Körpersprache ein als Sie, dann können Sie davon ausgehen, dass ihm nicht gefällt, was er gehört hat. Bleibt er weiter in einer mit Ihnen übereinstimmenden Haltung, dürfen Sie sich weiter vorwagen.
3. Gleichen Sie sich bewusst an
Was auf ganz natürliche Weise geschieht, wenn Menschen einen guten Draht zueinander haben funktioniert auch umgekehrt: Gleichen Sie sich bewusst an und bauen Sie damit auch in den Fällen einen guten Kontakt zu auf, wo nicht gleich ganz selbstverständlich eine gemeinsame Wellenlänge vorhanden ist.
Am einfachsten ist es, wenn Sie zunächst auf die Körpersprache achten. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, auf die Sie Ihre Aufmerksamkeit richten können: Haltung insgesamt, Körperspannung- und Haltung, Bewegung der Arme, Beine, Hände, Füße, des Kopfes, Stehen oder Sitzen, Kopf auf Arme aufgestützt, Armhaltung usw. Je nachdem, wie die Körpersprache Ihres Gegenübers gerade ist, gleichen Sie Ihre eigene dieser an.
Falls sich Ihr Gegenüber häufiger bewegt, achten Sie darauf, ihn nicht zu auffällig zu imitieren und sich nicht zu schnell anzupassen. Am besten wirkt die Angleichung mit einer Zeitverzögerung von zehn bis 20 Sekunden. Bleiben Sie locker dabei, Sie müssen nicht jede Bewegung mitmachen sonst verkrampft die Situation und das wäre eher kontraproduktiv. Fangen Sie mit etwas Einfachem an. Achten Sie beispielsweise zunächst einmal nur darauf, ob jemand zurück- oder nach vorn gelehnt sitzt, die Arme verschränkt oder die Beine übereinandergeschlagen hat und gleichen sich daran an.
4. Mimik angleichen
Wenn Sie sich beim Angleichen der Körpersprache schon sicher fühlen, dann können Sie als Nächstes auf die Mimik und Gestik achten: viel oder wenig Gestik, ausladend oder nicht, Lächeln oder nicht, Mund, Lippen, Augen, Blicke, Blickrichtungen, Häufigkeit des Blickkontakts, Augenbrauen, Stärke und Ausprägung der Mimik, Hände und Arme (Haltung und Bewegungen). Gleichen Sie auch hier – wohldosiert – Ihre Mimik und Gestik an.
5. Sprache angleichen
Mit ein wenig Übung können Sie sich auch an die sprachlichen Gewohnheiten Ihres Gesprächspartners anpassen. Dies gilt sowohl für die verbale- (Worte) als auch die nonverbale (Ton) Sprache und für die Struktur. Tonhöhe, Schnelligkeit, Lautstärke, Betonung, Pausen, Fachwörter, Fremdwörter, allgemeine Ausdrücke und Floskeln, Sprachniveau und Satzlänge sind Sprachdetails, an die Sie sich gut anpassen können. Denken Sie daran, dass Sie nicht wie ein Papagei nachahmen-, sondern sich angleichen und annähern wollen!
6. Angleichen auf weiteren Ebenen
Sicher werden Sie einiges schon ganz automatisch tun, weil Sie sich unbewusst schon angleichen. Vielleicht inspirieren Sie aber folgende Anregungen noch: Experimentieren Sie auch mit der Angleichung von Sichthöhe, Sitzordnung, Kleidung, Accessoires, Gefühlsausdruck oder Atem.
Probieren Sie es einfach einmal aus- es gibt nichts zu verlieren, nur zu gewinnen:-)
Und wenn Sie darin richtig gut werden wollen und Interesse an weiteren spannenden Erfolgstechniken haben, dann informieren Sie sich gerne unverbindlich über unseren zertifizierten NLP- Business- Practitoner Lehrgang. Wir freuen uns auf Ihren Besuch bei unserem Infoabend am 05.09.2011 um 19.00 Uhr in Frankfurt a.M.
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Bei Fragen wenden Sie sich gerne an mich.
Und nun wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Experimentieren und viel Erfolg beim Aufbau eines guten Drahts. Lassen Sie mich wissen, wie es Ihnen ergangen ist! Ich bin gespannt…
Herzlichst
Ihre Katharina Maehrlein

